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APROPOS

Schulweg muss sicher sein

Wenn es um die Sicherheit ihrer Kinder geht, verstehen Eltern keinen Spaß. Jüngste Pressemeldungen, nach denen es zu Zwischenfällen beim öffentlichen Nahverkehr in der Region gekommen ist, sorgen vor allem bei Müttern und Vätern, deren Kinder mit dem Bus zur Schule fahren, für Schreckmomente. So meldete die Polizei in Düren etwa Schüsse auf einen Linienbus. Zwar wurde niemand verletzt, aber allein die Tatsache, dass am Abend vor einer Schule mit einer Schusswaffe auf ein öffentliches Verkehrsmittel gezielt wurde, sorgt für Gänsehaut.

Ebenso lässt eine Beschwerde des Linnicher Stadtrates an den Schulbusbetreiber im Kreis Düren aufhorchen. Aufgrund von zahlreichen Ausfällen, aber auch Vorfällen mit Busfahrern, die Kinder in einem Fall sogar auf der Landstraße ohne Haltestelle „ausgesetzt“ hätten, sieht die Kommune die Sicherheit der Schulkinder in Gefahr.

Bei allen Beteuerungen der Betreiber, die Missstände so schnell wie möglich zu beheben, bleibt da ein schaler Beigeschmack. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass ihr Nachwuchs auf dem Schulweg, aber natürlich auch sonst, auf den Straßen der Region sicher ist.

In erster Linie sind freilich die Betreiber für die Sicherheit der Beförderung in der Pflicht. Auch die Polizei muss ihr Scherflein dazu beitragen, dass Kriminelle mit Schusswaffen wortwörtlich aus dem Verkehr gezogen werden.

Doch auch jeder Einzelne kann ein kleines Stück dazu beitragen. Eltern etwa, indem sie ihrem Nachwuchs das richtige Verhalten im Straßenverkehr beibringen, Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, indem sie rücksichtsvoll fahren und natürlich die Kinder selbst, die mit Achtsamkeit auf dem Schulweg zu ihrer Sicherheit und vielleicht sogar der ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler beitragen können.

23.10.2022 / Super Sonntag Düren / Seite 2